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Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Schnitte

HSM AktenvernichterWenn Sie sich im Online Shop einen Aktenvernichter bestellen, erhalten Sie ein Gerät, welches meist mit einem bestimmten Schnitt arbeitet. Dieser wird in Sicherheitsstufen kategorisiert, die in Deutschland genormt sind. Wenn Sie also einen Aktenvernichter für die Arbeit suchen und hier eine hohes Maß an Sicherheit und Vertraulichkeit suchen, sollten Sie eine hohe Sicherheitsstufe wählen. Allerdings gibt es auch die Modelle, die sich beispielsweise für den privaten Haushalt eignen und hier die beste Arbeit abliefern. Welche Vor- und Nachteile die Schnitte besitzen, zeigt der Ratgeber!

Grundsätzliche Informationen

Vor- und Nachteile der unterschiedlichen SchnitteBevor auf die einzelnen Sicherheitsstufen eingegangen wird, muss gesagt werden, welche Schnitte es gibt. Die Sicherheitsstufen bestimmen durch ihr Maß an geforderter Sicherheit zwar auch immer die Art des Schnittes, doch ist eine grundsätzliche Erklärung durchaus sinnvoll.

Der Streifenschnitt ist der Schnitt, der in den ersten drei Stufen gewählt wird. Bei diesem Schnitt wird das Schnittgut – wie es der Name vermuten lässt – in Streifen geschnitten. Die Breite des Streifens richtet sich dabei wieder an die Stufe des Gerätes. Die Streifen können zwischen 2 mm und 12 mm breit sein. Der große Nachteil beim Streifenschnitt ist der, dass die Dokumente jederzeit durch ein bisschen Geschick zusammengesetzt werden können. Haben Sie also besonders empfindliche Daten, sollten Sie von einem solchen Modell absehen. Allerdings ist der Streifenschnitt sehr einfach durchzuführen, weswegen die Leistung der Geräte enorm ist.

Grundsätzlich gilt: Ein Aktenvernichter mit Streifenschnitt arbeitet stets schneller, als wenn Sie einen Aktenvernichter mit Partikelschnitt kaufen würden!

Der Partikelschnitt ist die nächste Art, um Daten zu vernichten. Dieser wird meist ab der vierten Sicherheitsstufe angewandt. Der Partikelschnitt zerstört Dokumente und schneidet diese in kleine Vierecke oder Schnipsel. Der Schnitt zerteilt die Streifen quer, sodass Sie nur noch unter größter Mühe zusammengesetzt werden können.

Die Besonderheit eines Schnittes

Neben dem Partikelschnitt und dem Streifenschnitt gibt es auch noch eine spezielle Schnittart, die gerade bei Kartons zum Einsatz kommt. Während die meisten privaten Personen Kartons zerteilen und in den Altpapier-Container geben, nutzen Firmen meist besondere Aktenvernichter, die eine Perforation erzeugen. Dabei wird der Karton durch das Mahlwerk gezogen und mit kleinen Schnitten versehen, die allerdings den Karton nicht vollständig zerteilen. Somit können Kartons im Anschluss als Verpackungsmaterial eingesetzt werden. Unternehmen sparen sich somit den Kauf von speziellen Luftpolsterfolien oder ähnlichen Utensilien.

Schnitte Hinweise
erste Sicherheitsstufe Bei der ersten Stufe werden Kartons oder Papiere in Streifen geschnitten. Der Schnitt hat hier eine Breite von knapp 12 mm. Für ein Unternehmen wäre ein solcher Schnitt undenkbar, denn das Schnittgut kann bereits von einem Laien wieder zusammengesetzt werden. Meist werden solche Modelle für den privaten Haushalt genutzt. Hier können weniger wichtige Dokumente (Briefe, Rechnungen) auf Wunsch wieder zusammengesetzt werden. Der große Nachteil – der Schnitt ist nicht für vertrauliche Dokumente geeignet.
zweite Sicherheitsstufe In der zweiten Stufe wird die Breite des Schnittgutes bereits halbiert. Mit einer maximalen Breite von 6 mm eignen sich solche Streifenschnitte für vertrauliche Daten. Das Zusammensetzen ist zwar auch hier noch immer möglich, wird aber durch die schmalen Schnipsel enorm erschwert. Dennoch – wer besonders intime Daten vernichten will, sollte nicht zu einem solchen Gerät mit der zweiten Stufe greifen. Briefe oder Rechnungen lassen sich aber auch hier einfach Zerschreddern. Der Vorteil: Das Gerät arbeitet im Vergleich zu den höheren Stufen sehr schnell und hat eine sehr hohe Leistung.
dritte Sicherheitsstufe Mit der dritten Stufe wird noch immer ein Streifenschnitt angestrebt. Es gibt allerdings auch Unternehmen, die ihre Aktenvernichter mit einem Partikelschnitt in der dritten Stufe versehen. Hier gibt es keine einheitliche Regelung, weswegen Sie – wenn Sie sichergehen möchten – eher zu einem Gerät mit der vierten Sicherheitsstufe greifen sollten. Allerdings erhalten Sie bei einem Streifenschnitt dieser Stufe eine maximale Breite von knapp 2 Millimetern. Das Zusammensetzen ist hier noch immer möglich, ist für den Laien aber nahezu unmöglich. Wer vertrauliche Daten vernichten möchte, kann zu einem solchen Gerät greifen. Im Preis-Leistungsverhältnis machen diese Maschinen die beste Figur!
vierte Sicherheitsstufe Bei der vierten Stufe werden bereits Partikelschnitte genutzt. Die Partikel haben eine Größe von 6 x 25 Millimetern und sind für sensible Daten gedacht. Offiziell wird ein Modell der vierten Stufe immer dann empfohlen, wenn in Unternehmen Verträge oder Berichte vernichtet werden sollen. Das Zusammensetzen ist in solch einem Fall nur noch dann möglich, wenn eine Spezialfirma beauftragt wird.
fünfte Sicherheitsstufe Während bei der vierten Stufe Verträge oder Berichte vernichtet werden, können mit der fünfen Stufe geheime Dokumente vernichtet werden. Das können gesundheitliche Berichte oder Zeugnisse sein. Auch Dokumente aus der Geschäftsleitung werden in der Regel immer mit einem Gerät dieser Stufe vernichtet. Der Nachteil ist allerdings, dass die Preise für solch eine Sicherheitsstufe enorm hoch sind. Für private Personen lohnt sich ein solches Gerät meist nicht – hier sollten Sie eher zum Gerät der vierten Stufe greifen! Bei Stufe 5 wird eine Größe von 2 x 15 mm erreicht.
sechste Sicherheitsstufe Mit der sechsten Stufe erreichten Sie eine Partikelgröße von 1 x 10 mm. Offizielle Dokumente aus Regierungen werden mit einem solchen Modell vernichtet. Das ist auch der Grund, weswegen die meisten Geräte dieser Stufe nur speziell für Regierungen konzipiert werden. Wenn Sie ein solches Gerät privat bestellen möchten, kann ein Gerät mehrere tausend Euro kosten.
siebte Sicherheitsstufe Mit einem Modell dieser Stufe erhalten Sie ein Gerät, welches lediglich für Geheimdienste gedacht ist. Meist wird solchen Geräten nachgesagt, dass der Aktenvernichter die Dokumente zu Staub zermahlt. Eine Rekonstruktion ist in diesem Fall nicht mehr möglich, weswegen die Geheimdienste gern zu einem solchen Gerät greifen. Für private Personen sind solche Modelle ungeeignet.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Schnitte eines Aktenvernichters

  • Modelle mit niedrigen Sicherheitsstufen sind oft sehr günstig
  • niedrige Sicherheitsstufen sind für den Hausgebrauch oftmals völlig ausreichend
  • eine vollständige Vernichtung ist möglich
  • bei niedrigen Sicherheitsstufen könnten einige Dokumente wieder zusammengeklebt werden

Was ist für private Personen sinnvoll?

Für einen privaten Haushalt empfehlen sich in der Regel Modelle mit einem Streifenschnitt. Wer allerdings sichergehen möchte, dass keine Person im Müll herumwühlt und Ihre Daten rekonstruiert, der sollte zu einem Gerät greifen, welches die vierte Sicherheitsstufe besitzt. Auch Sicherheitsstufe 3 ist möglich, wenn der Hersteller einen Partikelschnitt garantiert.

Tipp! Mit einem Partikelschnitt sind Sie immer sicherer, als wenn ein Streifenschnitt gewählt werden würde. Allerdings arbeiten Geräte mit Streifenschnitt stets schneller und können mehr Dateien auf einmal einziehen! Das ist mit einem Partikelschnitt meist nicht möglich.

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